Auswahl des passenden Hosters und CMS – Wochenreport 2

Im zweiten Wochenreport geht es heute um die Auswahl des richtigen Hosters und CMS sowie die Punkte, auf die ihr dabei achten müsst.

Eine der wichtigsten Entscheidungen für die Webseite- das Hosting

Hosting nennt man im Grunde den Server, auf dem eure Webseite liegt. Der Server liefert die Webseite dann an eure Besucher aus damit sie im Browser angezeigt werden kann.
Die Wahl des richtigen Hosters ist entscheidend für euren Erfolg bei Google. Das hat mehrere Gründe.

 

Serversoftware

Zuerst einmal möchte Google technisch einwandfreie Webseiten sehen. Es ist also wichtig, welche Software der Server einsetzt. Es gibt dabei im Grunde nur zwei wirklich sinnvolle Serversoftware – Apache oder nginx. Haltet euch von Hostern fern, die was anderes nutzen.
Ebenso wichtig ist aber auch, welche Version der Serversoftware verwendet wird. Beispielsweise ist es wichtig, dass eure Webseite auf http/2 läuft. Wie, warum usw. erkläre ich später mal separat.

Ein weiterer Punkt sind zur Verfügung stehende Module der Serversoftware.
Für verschiedene Sachsen wie zum Beispiel Absicherung eurer Webseite, Weiterleitung von URLs, Komprimierung etc. werden verschiedene Module benötigt. Wichtig ist dann, dass euch diese Module auch zur Verfügung stehen.

PHP, Perl, Python

Der nächste wichtige Punkt bei der Auswahl des richtigen Hosters ist die angebotene PHP- Version. Nahezu alle Content Management Systeme (im Grunde die Software, die eure Webseite darstellt) basieren auf PHP. Je aktueller die verwendete PHP- Version, desto mehr bekannte Sicherheitslücken sind bereits geschlossen. Manche aktuellen Versionen der CMS funktionieren auch mit veralteten Versionen von PHP gar nicht mehr.

Falls ihr etwas speziellere Anwendungen erstellen wollt, kann es auch wichtig sein, dass euer Hoster weitere Skriptsprachen wie Perl oder Python zur Verfügung stellt. Auch daran solltet ihr denken.

die 5 wichtigsten Punkte bei der Auswahl deines Hosters
  • Serversoftware: Apache oder nginx
  • PHP- Version: je höher desto besser
  • Servergeschwindigkeit: je schneller desto besser
  • Serverstandort: am Besten Deutschland (DSGVO)
  • Support: schnell, kompetent, freundlich und immer erreichbar

Servergeschwindigkeit und Verfügbarkeit

Genauso wichtig wie die verwendete Software ist aber auch die (Lade)-Geschwindigkeit der Webseite. Zum einen wertet Google die Ladegeschwindigkeit aus. Die Ladegeschwindigkeit ist heute (2018) ein wichtiger Ranking- Faktor für Google. Ist eure Webseite deutlich zu langsam, kann das die Absprungrate eurer Besucher erhöhen. Auch diesen Faktor prüft Google und eine hohe Absprungrate kann euer Ranking negativ beeinflussen.

Für eure Webseite gilt also: Je schneller desto besser. Der verwendete Server ist neben einer sauberen Programmierung eurer Webseite maßgeblich für die Geschwindigkeit verantwortlich. Das Optimum bieten hier natürlich eigene Server aber die kosten dementsprechend auch viel Geld. Kleinere Webseiten werden somit oft auf sogenannten Shared- Servern betrieben. Auf diesen Servern teilen sich mehrere Webseiten die Rechenleistung und Datenanbindung.

Wichtig hier ist natürlich, dass die Serverhardware entsprechend stark und die Anzahl der Webseiten pro Server nicht zu hoch ist.

Ihr könnt die Geschwindigkeit eures Servers übrigens recht einfach prüfen. Legt euch dazu einfach eine statische html- Seite mit einem Testtext an. Die Seite muss ohne CMS – also direkt vom Server ausgeliefert werden. Prüft diese URL dann mit PageSpeed insights von Google. Dort solltet ihr 100/100 Punkten erreichen, ansonsten ist bereits euer Server zu langsam. Natürlich sagt das nichts über die Geschwindigkeit eures CMS aus und wie der Server mit PHP arbeitet aber es ist zumindest ein guter erster Test, um sehr schlechte Hoster von vornherein auszuschließen.
Mein Hoster erreicht dabei natürlich die 100 Punkte 🙂

PageSpeed Analyse alexandernicht.de

Ebenso ist die Verfügbarkeit eurer Webseite ein wichtiger Rankingfaktor. Wenn euer Hoster ständig Probleme hat und eure Seite nicht erreichbar ist, werdet ihr von Google schlechter gerankt. Noch schmerzhafter sollte der schlechte Eindruck bei euren Besuchern sein, wenn eure Seite zum dritten Mal in einer Woche nicht erreichbar ist.

Datenschutz und IT- Sicherheit – der Serverstandort

Die DSGVO gilt. Spätestens seit dem 25. Mai müssen wir mit unseren Webseiten die DSGVO beachten.  Die IP- Adresse eurer Besucher gehört zu  den personenbezogenen Daten. Um die Webseite an eure Besucher auszuliefern, muss der Hoster zwangsläufig diese IP- Adresse verarbeiten.  Auf der sichereren Seite seid ihr, wenn eurer Server in Europa, besser noch in Deutschland steht weil dann die DSGVO auch für den Hoster gilt. Personenbezogene Daten in die USA zu schicken, halte ich derzeit für gefährlich. Achtet also auf den Standort eurer Server.
Ihr benötigt auch dringend einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit eurem Hoster. Hoster, die so einen Vertrag nicht anbieten, sind nun ein No-Go.

Natürlich sollte euer Hoster euch ein SSL- Zertifikat für eure Domain zur Verfügung stellen denn auch die Nutzung von https:// ist Pflicht dank DSGVO und außerdem auch ein Rankingfaktor bei Google. Oft werden die kostenlosen Zertifikate von Let’s Encrypt verwendet, was völlig ausreichend ist.

Ebenso wollt ihr eure Webseite und die Daten dazu nicht verlieren. Aus meiner Sicht ist eine Zertifizierung des Rechenzentrums nach ISO 27001 IT- Sicherheit Pflicht für euren Hoster. Finger weg, wenn das Zertifikat fehlt.

Support, Support, Support

Einer der wichtigsten Punkte bei der Wahl eures Hosters ist die Qualität des Supports. Leider wird das oftmals vergessen – zumindest, bis ihr mal Hilfe braucht.

Der Support muss rund um die Uhr erreichbar, kompetent und vor Allem hilfsbereit sein.

Dazu mal drei Beispiele von meinem Hoster aus eigener Erfahrung:
(Keine Angst, die Werbung kommt noch 🙂 )

1. Perl- Skript

Kurz nachdem ich mein Hosting- Paket gekauft hatte, hatte ich mit einem Kumpel ein Perl- Skript geschrieben, es aber nicht zum laufen bekommen. Ich habe dann eine Mail an den Support geschrieben. Dabei muss man beachten, dass ein Support für eigene Programmierungen natürlich nicht vereinbart war. Ich bekam ziemlich schnell eine Antwort, mit einer detaillierten Erklärung, was ich alles falsch gemacht hatte in dem Skript und warum es nicht laufen konnte. Er hatte die Fehler in meinem Skript im Übrigen schon bereinigt und das Skript lief.

Super Sache das 🙂

2. Backup, was ist das?

Eines Abends hatte Klein- Alex mal wieder an seiner Webseite gebastelt und zum großen Entsetzen lief die Seite nicht mehr. Ok, Support angerufen und die nette Dame am anderen Ende der Leitung fand ziemlich schnell heraus, dass ich irgendwas an meiner WordPress- Installation zerschossen hatte. Sie fragte dann, ob ich ein Backup habe und es einspielen könnte. Naja klar, Backup… wo sollte ich das denn herhaben?
Die gute Fee meinte dann, dass es ihr Leid täte und sie selbst nicht oft Backups erstellen. Das letzte wäre von 12:00 Uhr mittags aber wenn mir das ausreicht, würde sie es mir gerne wieder einspielen. Fünf Minuten später lief meine Seite wieder.

Wie geil ist das denn?

3. Umstellung auf http/2

Erst neulich hatte ich eine Onpage- Analyse von meiner Seite www.buchhaltung-als-kleinunternehmer.de machen lassen und bekam den Hinweis, dass meine Seite kein http/2 verwendet.
Also habe ich eine Mail an den Support geschrieben, ob es denn möglich wäre, für meine Seite http/2 zu bekommen.
Binnen wenigen Minuten kam die Antwort. Klar, kein Thema, kann kostenlos gemacht werden aber mein Account müsste auf einen neueren Server umziehen.
Läuft normalerweise nachts aber wenn ich möchte, könnten sie das auch sofort anschieben. Ich sollte nur vorher Backups von den Datenbanken und dem Webspace anlegen. Natürlich gab’s dazu noch ausführliche Hinweise bezüglich der eingeschränkten Erreichbarkeit.
Ich habe dann geantwortet, dass es ohne Probleme nachts gemacht werden kann und am nächsten Morgen um 6 lief die Seite bereits auf http/2.

Genial sowas.

Der Hoster meiner Wahl

Ok, nachdem ich nun lang und ausführlich die ganzen Punkte, die aus meiner Sicht wichtig sind erklärt habe, will ich euch nicht länger foltern und endlich preisgeben, welcher der Hoster meiner Wahl ist.

Ich arbeite seit mehreren Jahren mit dem Hoster All-Inkl.* und wie ihr oben lesen konntet, bin ich hellauf begeistert.

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Ich nutze dort den Premium- Tarif für 9,95€ pro Monat wobei ihr bei Vorauszahlung sogar nur 8,96€ bzw. 7,96€ pro Monat zahlt.

Das Beste daran ist aber, dass ihr zurzeit jeden Tarif 3 Monate kostenlos testen könnt.

Wenn ihr also einen zuverlässigen, deutschen Hoster sucht, der Top- Service und Support bietet dann seid ihr bei  All-Inkl. genau richtig.

Registriert euch bei All-Inkl.* und testet euren Wunschtarif 3 Monate kostenlos. Dann könnt ihr euch nämlich um die wichtigen Dinge kümmern – den Aufbau eurer Seite.

Welche Punkte sind denn für dich wichtig bei der Auswahl des passenden Hosters und auf was hast du bisher eher nicht so sehr geachtet? Hinterlasse mir doch bitte einen Kommentar dazu. Ich freu mich drauf.

Welches CMS nutze ich für meine Nischenseite?

Die Wahl des CMS ist aus meiner Sicht recht einfach daher will ich den Teil kurz halten.

Für meine Seiten habe ich mich für WordPress entschieden. Der Grund ist ganz einfach. Es funktioniert und man findet tausende an kostenlosen Themes und auch Premiumdesigns für jede erdenkliche Art von Webseite.
Es gibt unzählige PlugIns, die den Funktionsumfang von WordPress je nach Bedarf erweitern und da WP das wahrscheinlich am häufigsten eingesetzte CMS ist, gibt es auch überall Hilfe und Support, falls man spezielle Fragen oder Probleme hat.

Die Lernkurve bei WordPress ist eben durch die vielen Informationsquellen auch sehr steil, was bei anderen CMS eben nicht der Fall ist.

Für mich führt daher kein Weg an WordPress vorbei, da ich mich ja um die Inhalte, meine Besucher und das SEO kümmern will und nicht um die Technik dahinter.

Hier findet ihr übrigens eine Übersicht der größten Webseiten, die mit WordPress realisiert wurden. Beeindruckend, was man damit umsetzen kann.

Die großen Alternativen zu WordPress wären noch Drupal, joomla und Typo3, falls sich das wirklich jemand antun möchte 🙂 diese sind im Übrigen ebenfalls alle kostenlos einsetzbar.

Ok, für heute soll es das gewesen sein. Ich hoffe, mein Report konnte dir ein paar neue Sichtweisen zur Auswahl des richtigen Hosters und CMS geben und du findest den für dich passenden Partner.

Liebe Grüße,

der Alex

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